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Registriernummer/Bootsname:
< FISCHER HEBERT >

Historische Fotos

Fotogalerie


Rekonstruktion (2004-2010)

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Schiffstaufe vom 16.05.2010

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Foto: (C) Uwe Grünberg

ehm. AHR 6 im Freigelände des Darß Museums - 05/2010
Baujahr:                                        
ca. 1910 - 1920
Bauwerft:
Dinse-Werft Stralsund
Überholung:
Das Boot wird seit 2004 unter Federführung von Bootsbauer Jens Lochmann aus Althagen restauriert
Eigner:
Darss Museum Prerow
Liegeplatz:
Auf dem Freigelände des Darss Museums in Prerow


Rumpfausführung/Beplankung:
Spitzgatt, konvexer Vorsteven / Klinker (Eiche/9 Plankengänge/Dicke 28cm)
Takelage:
Kutter (Mecklenburger Takelung)
Segelfäche:
ca. 80,00 m²
Rumpflänge:
10,23 m
Breite:
3,14 m                                                                                            (Boot 2009 von Helmut Olszak vermessen)
Tiefgang (ohne Schwert):
ca. 0,80 m


Motorsierung:
1 Zyl. Bolinder Glühkopf-Motor, 10 PS
nach 1958  (1. Motor)


Bootshistorie:
Eigner
Heimathafen
Kennung (Name)
Zeitraum Bemerkung



            - 1938

Heinrich Wolter
Vitte/Hidd.

   1938 -       mit Sohn Richard
Richard + Hans Wolter
Vitte/Hidd. VIT. 29             - 1950er Söhne von H.Wolter
Emil Gau Vaschvitz/Rg.
1950er - 1958

Ernst Hebert
Althagen
AHR. 6
   1958 -

Fritz Hebert
Althagen
AHR. 6 
            - 1982  letzter Zeesenfischer
Darss Museum
Prerow
(Fischer Hebert)    1982 -    
Museumsboot


Internet:
http://www.arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/ontour/museen/prerow/prerow.htm


Dokumente: Bootsrisse von AHR .6          Riss 1     Riss 2     Riss 3     Riss 4
Risse der erhaltenen Segel      Riss 5     Riss 6     Riss 7     Riss 8
Aalzeesen von AHR.6            Riss 9    Riss 10

Risse 1-9 (C) Helmut Olszak
Riss 10 (C) Gerd Junge


Bemerkung:
Heinrich Wolter betrieb die Zeesenfischerei zusammen mit seinem Sohn Richard.
Nach dem Krieg nahmen Richard Wolter und sein Bruder Hans die Zeesenfischerei wieder auf.
Die Beiden fischten mit dem Boot bis in die 1950er Jahre hinein.
Hans Wolter lernte dann eine Urlauberin kennen und verzog nach Dresden.
Deshalb wurde das Boot verkauft und kam zu Fischer Emil Gau (Ökelname "Mailing") nach
Vaschvitz auf Rügen. Emil Gau kam 1958, als er mit seinem Piekschlitten beim Aalstechen im Eis
einbrach, ums Leben. Ebenfalls seine beiden Söhne, als diese versuchten den Vater mittels einer
mitgeführten Leiter zu retten. So gelangte das Boot schließlich auf das Fischland, in die Fischerfamilie Hebert nach Althagen.

Bei Fischer Emil Gau hatte das Boot keinen Motor. Der Bolinder Glühkopfmotor wurde erst nach 1958 eingebaut und befand sich bis zum Schluss im Boot. Er soll restauriert und wieder eingebaut werden.
Das ursprünglich ketschgetakelte Boot wurde während der Althäger Zeit einmastig gefahren, so wie
es in Mecklenburg üblich war. Das Großsegel war als Baumsegel ausgeführt.