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Rostock, den 10.04.2015 - 09:00 Uhr

 

Als Einstimmung auf eine Reihe von Beiträgen über das vorpommersche Fischerdorf Freest, gibt es heute ein plattdeutsches Gedicht, welches hier mit freundlicher Genehmigung des Autors Siegmund Olm veröffentlicht wird. Als Stammkunde hat Herr Olm diese Verse ursprünglich der Fischräucherei Thurow in Freest für deren Webseite zur Verfügung gestellt.

Aus diesem Grund und auch weil ich als bekennender Räucherfisch-Liebhaber dort ebenfalls schon zufriedener Kunde war, soll nachfolgend auf diese Internetseiten verwiesen werden.

Webseite der Fischräucherei Thurow in Freest

Direktlink zum Räucherfischgedicht


Auch für mich als Hobbyräucherer ist der Vorher-Nacher-Effekt immer wieder interessant - Das Prinzip ist: "Mit Rauch mach Gold". Wenn das Johann Friedrich Böttger schon gewußt hätte ;o)

Der Aal auf den Fotos stammt übrigens aus dem Bodden. Von Zuchtaal halte ich nicht viel. Horst Grählert sei Dank!


Aber noch einmal zu Freest - denn dieser Ort ist schon etwas ganz besonderes, wenn es um Traditionen geht. Erwähnt seien an dieser Stelle nur die Freester Fischerteppiche. Auch die Pflege der plattdeutschen Sprache wird hier groß geschrieben. Ebenfalls erwähnenswert wäre der poetisch veranlagte Zeesenfischer Wilhelm Rabe, über den hier später noch berichtet werden soll. Nicht zuletzt stammen 28 der heute erhaltenen registrierten Zeesboote aus der traditionellen Freester Bootswerft Jarling.

Nun aber das angekündigte Gedicht vom "Rökerfisch".
Herzlichen Dank an Herrn Willi Frankenstein für die Vermittlung!


Rökerfisch

von Siegmund Olm

Ik sech tau einen gauden Fründ:

Hüt führ ik an dei Küst,

ik hal mi frischen Rökerfisch,

hest du dat noch nich wüsst?

Denn Rökerfisch schmeckt wunnerbor,

rükt hei na Rok ganz frisch

un du fröchst mi: Wat willst du dor?

Kam hüt an mienen Disch!

Tau giern ät ik den’n Rökerfisch,

am leiwsten Rökeraal,

dei kümmt as Spickaal up den’n Disch,

dat is dei ierste Wahl.

Tau Meddach sall’t frisch Tüften gäb’n,

dortau gifft Rökerflunnern,

glöf mi dat man: dat is ein Läb’n,

oll Fründ, du warst di wunnern.

Un wenn dat fetten Bückling gifft,

ät ik giern weck mit Rogen,

frisch rökert süht hei güllen ut –

dat’s uk wat för mien Oogen.

Doch – uk dei annern Rökerfisch

dei will ik nich vergäten –

Makrelen, Sprotten un Forell’n –

uk dei mücht ik giern äten.

Hüt Abend hemm’ wi ein por Gäst,

dei mögen Fisch as ik,

ik sech: Ik bin in Freist hüt wäst –

nu äten wi uns dick.

Ik ät noch immer Rökerfisch –

kam ik uk in die Johr’n –

dat Äten höllt mi jung und frisch,

drink ik dortau ’n Klor’n.

Säuk di in Freist die Rökerie

un köp di dit un dat –

denn hest du groten Spaß dorbi,

dei Oll’ dor, dei spräkt Platt.


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