Registriernummer/Bootsname:

Kategorie: registriertes Fischereifahrzeug
Status: "unter Motor"

PRU. 7 < PAULA >

Allgemeine Bootsdaten

Baujahr: 1927
Bauwerft: von den Bootsbauern Helmut Krüger u. Hermann Schmidt in Pruchten gebaut 
Rumpfausführung: Spitzgatt, konvexer Vorsteven
Beplankung: Eiche - kraweel
Rumpflänge über Steven: 10,60 m
Länge über alles (l.ü.a.):  
Rumpfbreite über Scheuerleiste:  
Tiefgang (ohne/mit Schwert):  
Verdrängung: 7 Tonnen
Takelung: Ketsch
Segelfläche:  

Motorisierung

1. 1 Zyl. Bolinder (8 PS)
2. 2 Zyl. Henschel (25 PS)
3. 2F14 (20 PS)
4. 2VD14,5 "Schöbebecker" (20 PS)
5. Perkins Diesel M90 (90 PS)

Überholung

1975 Anbau einer Stahlsohle u. Einbau eines stählernen Schwertkastens 
2002 Erneuerung Ruderhaus, Achtersteven u. Fischkasten, Austausch von Planken
2007 Das Boot bekommt auf der Werft Rammin eine neue Kielsohle 
2010-2011 Deckserneuerung Vorschiff
(Balkweger, Schergang, Decksbalken, Deck, Vörunnerkappe) 
2012 Der Achtersteven ist vom Pilz befallen und muss erneuert werden

Eigner-/Bootshistorie

Eigner Heimathafen Reg.-Nr./Name Zeitraum Bemerkung
Paul Grählert Pruchten PRU. 7 Paula 1927- als Zeesboot ohne Motor gebaut
Hermann Grählert Pruchten PRU. 7 Paula   bis 1975 als Zeesboot 1976-1998 Reusenmotorboot
Horst Grählert Pruchten PRU. 7 Paula   als Zeesboot/Reusenmotorboot 
         

Allgemeine Anmerkungen

"Paula" (PRU. 7) wurde 1927 am Pruchtener Hafen von den arbeitslosen Bootsbauern Helmut Krüger und Hermann Schmidt für den Fischer Paul Grählert (1900-1975) gebaut. Dieser hatte es, als er im Alter von 71 Jahren die Fischerei aufgab, gleich seinem Enkel Horst Grählert überschrieben. Genutzt wurde das Boot aber natürlich auch noch viele Jahre lang von dessen Vater Hermann Grählert (1925-2005). "Paula" ist bis heute also durchgehend bei der Pruchtener Fischerfamilie Grählert im aktiven Fischereieinsatz. Von 1967-1975 haben Hermann und Horst Grählert noch zusammen die Zeesenfischerei betrieben. Gezeest wurde im Saaler, Bodstedter und Barther Bodden, in Grabow, Strelasund sowie im Großen Jasmunder und Greifswalder Bodden. Im Winter wurde das Boot abgetakelt, erhielt ein faltbares Ruderhaus und wurde als Motorkutter genutzt. 1975 wurde dem Zeesboot dann eine Stahlsohle unter die eichene Kielsohle gebolzt und der hölzerne Schwertkasten wurde gegen einen stählernen ausgetauscht. So bekam das betagte Boot wieder etwas mehr Stabilität u. Sicherheit. Bis 1998 fuhr man es dann durchgegend als Motorkutter, aber im gleichen Jahr stellten Grählerts auch erstmals wieder neue Masten. So erschien "Paula" mal mit, mal ohne ihr abnehmbares Rudernhaus. Nach über 30-jähriger Unterbrechung kann "Paula" aufgrund einer Sondergenehmigung nun seit Juni 2006 wieder die Zeese über den Grund des Boddens ziehen. 2007 erhielt die mittlerweile 80-jährige Dame auf der Werft Rammin eine neue Kielsohle. Im Winterlager 2010/11 wurden schließlich umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten am Vorschiff durchgeführt, so dass "Paula" nun wieder für die nachfolgende Generation (Sohn Andre') fit ist. (Quelle: Horst Grählert, Volker Stephan) 

 

 

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