Registriernummer/Bootsname:

Klasse: Kleine Klasse
Status: "an Land aufgelegt"

FZ 61 < ARKONA >

 
 

Allgemeine Bootsdaten

Baujahr: 1949 
Bauwerft: Wessel-Werft Lauterbach/Rügen
Rumpfausführung: Spitzgatt, konvexer Vorsteven 
Beplankung: Eiche - geklinkert 
Rumpflänge über Steven: 8,25 m 
Länge über alles (l.ü.a.):  
Rumpfbreite über Scheuerleiste: 2,85 m 
Tiefgang (ohne/mit Schwert): 0.84 m 
Verdrängung:  
Takelung: Kutter 
Segelfläche: 45,00 m² 

Motorisierung

1949 1 Zyl. Deutz 
2.  1 Zyl. MWM (10 PS) 
3.  2 Zyl. MWM (12 PS)
4.  1. Zyl. Junkers 1 HK 65 (12,5 PS) 
5.  2. Zyl. Junkers 2 HK 65 (20 PS)

Überholung

   

Eigner-/Bootshistorie

Heimathafen Reg.-Nr./Name Zeitraum Bemerkung
Reusenfischer Breege/Rg.    1949-  Fischerei 
Fischmeister Paul Heiden  Breege/Rg.            -1951 Fischmeisterboot 
Willi Schlieker  Neuendorf/Hidd.  P-941 (Arkona)  1951- u.a. als Fahrgastschiff 
Jürgen Schlieker  Neuendorf/Hidd.  P-941 (Arkona)     u.a. als Fahrgastschiff  
Heinz Schlieker  Neuendorf/Hidd.  P-941 (Arkona)          -1988 u.a. als Fahrgastschiff  
Ulrich Matthies  Prerow  FZ 61 Arkona  1988-1989  als Traditionsboot 
Achim Beierl Bodstedt FZ 61 Arkona  1989- als Traditionsboot (aufgelegt)

Allgemeine Anmerkungen

Die Breeger Reusenfischer stießen das Fahrzeug recht schnell ab, da es sich für die vorgesehenen Einsatzzwecke als ungeeignet erwies. Über Fischmeister Heiden gelangte es schließlich nach Hiddensee.

Fischer Willi Schlieker kaufte das Boot als Nachfolgerin seiner "Anita", welche er einst in Neuwarp am Stettiner Haff bauen ließ. Als die "Arkona" nach Neuendorf kam, war ein Deutz Diesel eingebaut, welcher später durch einen 1 Zyl. MWM ersetzt wurde. Dieser aus Vitte stammende Motor lief mit einer zu kleinen Schraube, welche das ganze Boot in Vibration brachte. Der Motor wurde durch einen 2 Zyl. MWM (zwei Schwungscheiben) ersetzt. Als bei diesem kurz hintereinander drei Mal die Kurbelwelle brach (welche "aus dem Westen" besorgt werden musste) stieg man auf einen 1 Zyl. Junkers um. Wegen der Applikation auf dem Gehäuse, wurde dieser Motor "Jesus" genannt. Dessen Nachfolger, ein 2. Zyl. Junkers, befand sich bis zum Schluss im Boot. (Quelle: Reinhard Schlieker, Dr. Egon Schlieker, Nils Rammin)

Während der Hiddenseer Zeit wurden von Willi Schlieker mit der "Arkona" Segelfahrten für FDGB Urlauber angeboten. "Wenn der Wind nicht passte und die Gäste zu spät zum Abendessen kamen, gab es Ärger" erinnert sich Reinhard Schlieker. Das Boot wurde als Fahrgastschiff registriert und es gab Linienfahrten zwischen Schaprode und Neuendorf. Natürlich wurde auch alles andere transportiert, was von und zur Insel musste. Später wurden Ausfahrten für Kindern aus den Ferienlagern der Boddenregion durchgeführt.

Eine sichere Auftragslage entstand, als das Boot für Dienstfahrten durch die Erdöl Erdgas Gommern GmbH (EEG) genutzt wurde, welche mit der Suche nach Erdöl/Erdgasvorkommen in der Boddenregion um Rügen und Hiddensee beauftragt war. (Quelle: Reinhard Schlieker)

Die Arkona liegt heute als Anschauungsobjekt in einem Ferienobjekt in Fuhlendorf.

 

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