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Rostock, den 11.01.2019 - 21:00 Uhr

Eigentlich hatten wir  ein Treffen geplant, um alte Fotos durchzusehen...

Als ich mit Recherchen zu Ferdinand Gau und seinem Zeesboot, der heutigen FZ 27 "Orje" beschäftigt war, kam der Kontakt mit Horst Berg von der Insel Hiddensee zustande. Dieser war Fischer Gaus "Ziehsohn" und als Zeesjunge bei ihm an Bord. Später hat er Boot und Haus von Ferdinand Gau in Grieben geerbt. Schon früher saßen Heike und ich auf der Bank vor dem schönen bunten Garten am Boddenufer, ohne zu wissen, dass die fleißigen Hände von Rosi und Horst Berg diesen bewirtschafteten. Aus dem Nachlass von Ferdinand Gau sollten noch Fotos vorhanden sein. Wegen zahlreicher Arztgänge auf die Insel Rügen war Horst Berg aber schwer "zu greifen". Der Kontakt musste sich also auf das Telefon beschränken. So konnte ich den ehemaligen Bootsnamen "Seeadler" über diesen Weg in Erfahrung bringen. Bevor es jedoch zu einem persönlichen Kennenlernen kommen sollte, verstarb Horst Berg plötzlich im Oktober des Jahres 2016.
 
Da ich die Familie in dieser schweren Zeit nicht mit solch profanen Dingen wie der Suche nach Fotomaterial belästigen wollte, stellte ich den Kontakt über das Heimatmuseum Kloster, Frau Jana Leistner, her.
 
Dann war es endlich soweit. Eine E-Mail mit einem ersten Foto im Anhang traf ein:
 
 
Fam. Gau aus Grieben im Jahr 1928
 
 
Das Foto stammt von keinem geringeren als von Naturmaler Otto Fikentscher, welcher seine Urlaube bei Fam. Gau in Grieben verbrachte. Die Fotografie zeigt Fischer Ferdinand Gau (rechts) zusammen mit seinen Eltern. Dieses Bild stellt für mich einen Mosaikstein in der Geschichte eines heute noch erhaltenen Zeesbootes dar, so wie für einen Briefmarkensammler eine fehlende Marke in einem Satz...
 
 
Siehe auch folgenden Auszug aus dem Gästebuch von Braune-Segel.de: Peter Becker - 23.07.2006

"Ich habe heute aufgrund eines Artikels in der Berliner Morgenpost von Ihrer Webseite erfahren. Seit langer Zeit versuche ich schon näheres über den Verbleib des Zeesbootes von Ferdinand Gau (Grieben/Hiddensee) in Erfahrung zu bringen, auf dem ich ab 1939 von Onkel Ferdinand im Segeln und Seemannschaft freundlich unterrichtet worden bin. Damals hatte das Boot die Registriernummer - GRI 7 - Segeln, Bootsbau und Schiffahrt ist bis heute für mich eine schöne Freizeitbeschäftigung geblieben. Da ich während der Kriegszeit von 1943 - Okt. 1945 mit meiner Mutter in Kloster/Hiddensee evakuiert war und über unsere Freunde bei denen wir wohnten eine Verbindung zur damaligen Krögerwerft (später Volkswerft Stralsund) bestand und ich als Junge sehr oft auf der Werft war, lernte ich 1944 den Schwarzen Johann kennen, der zu dieser Zeit einen Motor in sein Boot (wahrscheinlich MWM) eingebaut bekam.

Ich möchte Ihnen danken für die viele Arbeit die Sie in die Biografien der Boote usw. investiert haben. Den Freunden der Zeesboote haben Sie damit einen großen Dienst mit bleibendem Wert geschaffen - herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Becker 13595 Berlin"

 

Genau solche Feedbacks inspirieren mich zur Arbeit an den Zeesbootseiten...

Euer

"Braune-Segel" Uwe

 

PS: Auf Hiddensee hat übrigens erst  in jüngster Zeit eine Ausstellung mit Gemälden von Otto Fikentschers zweiter Frau Jenny stattgefunden.

Foto: Otto Fikentscher (Nachlass Horst Berg) Mit freundlicher Genehmigung - Bildarchiv Heimatmuseum Hiddensee

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